František Kupka

Aus Prag in die Heimat

Tschechische Republik, ein Land mit reicher Geschichte und Tradition, hat Landsmänner klangvoller Namen zu rühmen. Hierher gehört auch der weltbekannte Maler, ein Bahnbrecher der abstrakten Malerei, František Kupka. Wir möchten Sie nun gerne durch Stätte begleiten, die mit seinem Leben und Werk verbunden sind.

František Kupka wurde im Jahre 1871 in Opočno (Opotschno) geboren, seine Jugend hat er aber in unweit gelegenem Städtchen Dobruška (Gutenfeld) verbracht. Schon seit der Kindheit zeigte er ein bildendes Talent. Auf Fürsprache des Mäzens Josef Archleb begann er sich in Jaroměř (deutsch Jermer) auf ein Studium auf der Akademie der bildenden Künste in Prag vorzubereiten. Nach dem Studium lebte er kurz in Wien, von wo er 1895 nach Paris ausreiste. Dort konnte er sich bald als Zeichner, Karikaturist und Illustrator behaupten. 1912 stellte er auf dem Pariser Herbstsalon seine Bilder Zweifarbige Fuge und Warme Chromatik aus. Seine Beziehung zur Heimat bewies er während des Zweiten Weltkrieges, wo er tschechoslowakische Legionen in Frankreich zu organisieren half. 1920 machte er Bekanntschaft mit dem Industriellen Jindřich Waldes, der zu seinem Mäzen und prominentem Sammler wurde. František Kupka starb in Puteaux bei Paris am 24. Juni 1957. Sein Werk hat sich in seine endgültige Gestaltung von dem beschreibenden Realismus über Einflüsse der damals nachklingenden malerischen Tendenzen und Richtungen bis zum Auslauf in die Abstraktion geformt. Kupkas Erstlinge befinden sich in den Sammlungen des Heimatkundemuseums in Dobruška, seine Gipfelwerke aber in den führenden Weltgalerien. In der Tschechischen Republik sind sie in der Nationalgalerie in Prag und in der Sova-Mühle auf der Prager Kampa-Insel vertreten.